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DAS DEUTSCHE LAUREL & HARDY FORUM

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 Stummfilme
Oliver Hardy Offline




Beiträge: 927

29.05.2018 18:59
You’re Darn Tootin' – Der beleidigte Bläser antworten

You’re Darn Tootin' – Der beleidigte Bläser

Stummfilm / 19 min. / Erstveröffentlichung: 21. April 1928

Regie: Edgar Kennedy (als E. Livingston Kennedy)

Drehbuch: Leo McCarey, H.M. Walker

Kinotitel: Ihr könnt mir mal was blasen
Dick und Doof:

Unterschlagene Noten (Folge 13)
Sklaven des Reichtums (Folge 36)
Vom Wahnsinn umzingelt (Folge 94)

Zwei Herren dick und doof: Der beleidigte Bläser (Folge 13)
Darsteller:

Stan Laurel
Oliver Hardy
Otto Lederer (Dirigent)
Agnes Steele (Vermieterin)
Dick Gilbert (Schienbeintreter)
Chet Brandenburg (Arbeiter im Kanalschacht)
Christian J. Frank (Polizist)
Charlie Hall, William Irving, Ham Kinsey, Wilson Benge (Musiker)
Sam Lufkin (Restaurantbesitzer)


Inhalt:

Stan und Olli sind Musiker in einer Blaskapelle. Als die Kapelle zu spielen beginnt, verpasst Stan seinen Einsatz für sein Klarinettensolo, und spielt es mit solcher Hingabe an unpassender Stelle, dass seine Klarinette in ihre Bestandteile auseinanderfällt. Als Stan versucht, sein Instrument wieder zusammen zu bauen, fliegen seine Noten davon, und landen auf dem Podest des Dirigenten.

Kurzerhand schnappt Stan sich Olli´s Noten und deutet dem nun suchenden Olli an, dass seine Noten unter dem Fuß des Dirigenten liegen. Olli begibt sich zum Podest, und es erfordert ein paar schmerzhafte Versuche, die Noten unter dem taktstampfenden Fuß des Dirigenten hervorzuziehen. Als Olli merkt, dass Stan ihn hereingelegt hat, fangen sie an zu streiten und werfen dabei in einer Art Kettenreaktion alle anderen Notenständer um. Das Stück muss abgebrochen werden. Das ist zuviel für den Kapellmeister, und er wirft die beiden aus seinem Klangkörper hinaus.

Zuhause droht schon wieder neues Ungemach, denn ihre Vermieterin will sofort die ausstehende Miete sehen. Beim Essen bemerkt Olli leider erst beim Würzen seiner Suppe, dass Stan die Deckel des Salz- und Pfefferstreuers nicht richtig zugedreht hat. Nebenbei erzählt der vorlaute Enkel der Vermieterin, dass Stan und Olli aus dem Orchester geflogen sind. Das Essen wird daraufhin sofort abgebrochen, und die beiden auf die Straße geschickt, um als Straßenmusikanten die Miete zu verdienen. Sie stellen sich an einer Straße auf und es gibt leichte Schwierigkeiten, den Einsatz zu finden. Nach kurzem Tröten halten sie ihren Hut Passanten vor die Nase, der allerdings leer bleibt.

Da sie gegenüber einem Polizisten keine Erlaubnis vorweisen können, werden sie fortgeschickt, schleichen sich aber gleich wieder an ihren Platz zurück. Unglücklicherweise befindet sich darüber direkt der Übungssaal, wo ihre ehemalige Kapelle gerade probt. Dem Dirigenten gehen die vernommenen Töne, die von der Straße hereindringen, durch Mark und Bein. Ein Blick aus dem Fenster bestätigt seinen Verdacht. Wütend leert er den Inhalt des Wasserspenders zum Fenster hinaus in Richtung der beiden Störenfriede. Leider trifft das kühle Nass nur den Polizisten, der inzwischen Stan und Olli erneut verjagt hat.

Bei ihrem weiteren Weg kommt es zu Begegnungen mit offenen Kanalschächten. In rasanter Komik geht es auf den Höhepunkt zu, als Stan und Olli einen Streit vom Zaun brechen, und gegenseitig ihre Instrumente zerstören. Als Dank für seine zerbrochene Klarinette tritt Stan mehrmals gegen Olli´s Schienbein, sodass dieser auf einem Bein herum hüpft. Sich einmischende Passanten erfahren die gleiche Behandlung. Die geben den Tritt gerne an andere weiter, sodass bald an die 20 Leute in einer absurden Choreografie auf einem Bein herumhüpfen, und sich im Rhythmus gegenseitig vor´s Schienbein treten. Stan reißt irgendwann Olli die Hose herunter, was der Gruppe als gutes Vorbild dient. Denn schon bald stehen fast alle ohne Hose da. Als das der Polizist zu seinem Entsetzen sieht, schreitet er sofort ein, wird aber bevor er zur Tat schreiten kann, ebenfalls seiner Beinkleider beraubt...





Hintergrund:

Die Idee zu diesem Film entstand, als ein Mitarbeiter des Studios erzählte, wie er ein Orchester in einer Konzertmuschel beobachtet hat. In nur zehn Tagen wurde dieses kleine Meisterwerk gedreht. Als Regisseur fungierte Edgar Kennedy, den man aus anderen Laurel & Hardy-Filmen vor allem als geplagten Polizisten kennt. Zusammen mit dem Vorgängerfilm From Soup To Nuts gelangen ihm zwei der perfektesten und typischsten Filme des Komikerduos.

Für die Schlussszene begeben sich die Filmemacher in den Bereich des Absurden und Grotesken, für die es eigentlich keine vernünftige Erklärung mehr gibt. Auch wenn dem Film ab der Massentreterei die Sinnhaftigkeit abhanden kommt, ist dies doch ein einsamer Höhepunkt in der Geschichte des komischen Films.

Frank Saputo war als Statist bei den Dreharbeiten für die "Hosenszene" dabei und berichtete:

„Wir haben zwei Tage daran gearbeitet. Das Zerreißen der Hosen kam etwa gegen Ende des zweiten Tages dran. Der Regisseur saß auf einem Lastwagen mit zwei Kameras, dann gab es eine Kamera auf der anderen Seite des Gebäudes, das wie ein Bügeleisen geformt war. Eine weitere Kamera stand auf der linken Seite und eine rechts vom Bordstein.

Zwei Assistenten platzierten die Leute und teilten uns mit, wann wir auftreten sollen. Mit den Tritten fing alles an, und wir Statisten standen irgendwo um das Gebäude herum. Einige waren nicht im Blickwinkel der Kameras. Der Regisseur sagte etwas wie ‚Action! Fangt an, langsam hereinzukommen … jetzt … geh dahin … geh nicht zu schnell … nicht alle auf einmal.’ Dann gehst du hinein, schaust dich um, und fängst an zu treten. Das weitere ergibt sich.“

 Sprung  
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