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DAS DEUTSCHE LAUREL & HARDY FORUM

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Dieses Thema hat 25 Antworten
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 Langfilme bis 1940
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Oliver Hardy Offline




Beiträge: 929

14.01.2013 18:12
#16 RE: Way out West/Zwei ritten nach Westen/Ritter ohne Furcht und Tadel/Im fernen Westen antworten

Hallo,

dein Avatar ist auch aus "Zwei ritten nach Texas"

das mit dem Kopf wurde glaube ich mit einem Drehstuhl unter der Klappe gemacht

Ja "Wachsesser" ist auch nicht schlecht und auch mein Lieblingsfilm

mfg Oliver

Holger74 Offline




Beiträge: 14

14.01.2013 18:19
#17 RE: Way out West/Zwei ritten nach Westen/Ritter ohne Furcht und Tadel/Im fernen Westen antworten

Hallo Oliver

Cool,danke für die Infos.Bist du schon lange Fan der beiden Komiker?Das Forum ier scheint ja schon einige Jahre zu existieren.Die Sequenz mit dem Wasserloch ist auch ganz lustig.
Im Magazin steht daß für die Fußsohlen.Nummer(Stan nimmt ein Stück Fleisch um sein Loch im Schuh zu "überkleben")aus Latex besteht.

LG
Holger

Oliver Hardy Offline




Beiträge: 929

14.01.2013 18:52
#18 RE: Way out West/Zwei ritten nach Westen/Ritter ohne Furcht und Tadel/Im fernen Westen antworten

Hallo,

Fan,ja aber wie lange weiss ich nicht mehr ich war ja noch so klein....

ich glaube den ersten habe ich noch als Super 8 Film geguckt

das Forum besteht seit 2006 also 7 Jahre bald

ja das "Steak" ist ja so zäh wie Schuhsolen

mfg Oliver

Holger74 Offline




Beiträge: 14

15.01.2013 10:47
#19 RE: Way out West/Zwei ritten nach Westen/Ritter ohne Furcht und Tadel/Im fernen Westen antworten

Hallo Oliver

Super 8 kenn ich gar nicht mehr,nur vom Namen her.Ich finde es schön daß man sich die beiden Komiker immer wieder anschauen kann.Im DVD-Magazin fand ich jetzt folgende Ausage von O.Hardy:"Gags darzustellen und dabei andauernd ins schlammige Wasser geworfen zu werden ist harte Arbeit.Ich denke,ich habe mir mein Geld redlich verdient".


LG
Holger

Oliver Hardy Offline




Beiträge: 929

15.01.2013 20:15
#20 RE: Way out West/Zwei ritten nach Westen/Ritter ohne Furcht und Tadel/Im fernen Westen antworten

Hallo,
Super 8 war praktisch das Kino für den kleinen Mann ,man konnte sich fertige Filme kaufen oder mit einer Kamera selber
z.b.mit Stopmotion (wird das so geschrieben ??) oder einfach so Filme drehen und auf der Leinwand wiedergeben aber das wirst
du dir sicher schon gedacht haben.

Oliver´s Aussage kannte ich noch nicht,recht hatte er aber

nun mal eine Frage an dich:wo hast du eigentlich das Magazin gekauft?? Kiosk/Zeitschriftenhändler oder??

mfg Oliver

Holger74 Offline




Beiträge: 14

19.01.2013 14:39
#21 RE: Way out West/Zwei ritten nach Westen/Ritter ohne Furcht und Tadel/Im fernen Westen antworten

Hallo Oliver

Ich habe das Magazin im Zeitschriftenhandel,besser gesagt Tabakladen in meiner Heimatstadt gekauft.Übrigens rauch ich auch Pfeife.Ist irgendwie nostalgisch zu den Filmen.
Hätte mir vom Magazin mehr versprochen,aber dies ist natürlich nur eine persönliche Meinung.10 Euro dann pro Ausgabe...16 oder 18 sind geplant...kauft man sich jeweils eine 10er Box wirds preiswerter.

LG
Holger

Oliver Hardy Offline




Beiträge: 929

19.01.2013 19:22
#22 RE: Way out West/Zwei ritten nach Westen/Ritter ohne Furcht und Tadel/Im fernen Westen antworten

Hallo,
aja gut muss ich mal gucken...
wie Pfeife,auch in der hohlen Hand wie Stan?
sind "nur" 16 oder 18 geplant? es sind doch 3 Boxen a 10 Stück allerdings mit
Zenobia und In letzter Sekunde und ein oder zwei Best of´s

mfg Oliver

Holger74 Offline




Beiträge: 14

04.02.2013 19:33
#23 RE: Way out West/Zwei ritten nach Westen/Ritter ohne Furcht und Tadel/Im fernen Westen antworten

Hallo

Wieviel es werden.Angegeben sind 18,aber dies ist sicherlich auch abhängig vom Erfolg.

LG
Holger

Rhubarb Vaselino Offline




Beiträge: 844

25.02.2015 22:23
#24 RE: Way out West/Zwei ritten nach Westen/Ritter ohne Furcht und Tadel/Im fernen Westen antworten

Video in HD / auf deutsch hier https://www.youtube.com/watch?v=LUauDelSKao

Hoss Offline




Beiträge: 353

12.09.2015 12:40
#25 RE: Way out West/Zwei ritten nach Westen/Ritter ohne Furcht und Tadel/Im fernen Westen antworten

Mit "Way Out West" drehten Stan und Olli ihren einzigen Western. Erinnerlich bleiben vor allem die Tanz- und Gesangseinlagen der beiden Jungs, die in diesem Umfang in keinem anderen Film vorkommen. Aus einem erhalten gebliebenen Drehbuch geht hervor, dasss keines der musikalischen Intermezzos geplant oder auch nur angedeutet waren. Wie so oft bei Laurel und Hardy stehen die besten Gags nicht im Drehbuch. Viele Gags, die im Drehbuch bis ins Detail beschrieben sind, wurden komplett über Bord geworfen.

Laut Drehbuch gehen die Jungs direkt nach ihrer Ankunft in der Stadt in den Saloon, wo einige Verwirrung über die Auswahl der Getränke entsteht. „Nennt Euer Gift!“ bellt der Barkeeper. Olli bittet um einen „Gin Fizz mit einem Ei“. Stan bestellt einen „Pfefferminz Julep mit einem Pfefferminz“. Mit der Whiskey-Flasche in der Hand schenkt der Barkeeper für beide das gleiche Getränk ein. Olli, der aufmerksamer ist, weist auf den Fehler hin. Der Barkeeper vertauscht ihnen daraufhin die Gläser. Diese Szene wurde gedreht, angesehen und verworfen, aus Gründen, über die bis heute nur spekuliert werden kann.

Im Drehbuch waren auch viele Szenen mit Indianern beschrieben. Sie lesen sich komisch, wurden aber alle gestrichen. So sollten sich Stan und Olli nachts in die Stadt als Indianer verkleidet zurück schleichen mit einem Kopfschmuck, den sie "Häuptling Taschenmesser" gestohlen haben. Vielleicht störten sie die Kontinuität, schienen unglaubwürdig, waren vielleicht zu schwierig umzusetzen, oder einfach nicht komisch genug, wenn das Team sie vor der Kamera spielte.

"Way Out West" wurde zwischen dem 31. August und dem 11. November 1936 gedreht. Die Innenaufnahmen wurden in den Hal-Roach-Studios gefilmt. Die Westernstadt „Brushwood-Gulch“ befand sich in Newshall, Kalifornien, etwa 30 Autominuten von Los Angeles entfernt in dem Gebiet des Placerita-Canyons. "The Disciple" mit William S. Hart war 1915 der erste Film, der hier gedreht wurde. Später standen dort Stars wie Tom Mix, Tex Ritter, John Wayne und Buck Jones vor der Kamera. 1952 kaufte der „singende Cowboy“ Gene Autry das Anwesen, und nannte es in „Melody Ranch“ um. Die Ranch brannte 1962 vollständig ab. Die Landschafts- und Straßenszenen am Anfang und am Ende des Films wurden im Westen von Los Angeles gefilmt, etwa eine Autostunde von den Hal-Roach-Studios entfernt.

Einige Special-Effects wurden ja bereits geklärt. Mehrmals führt Stan einen Gag vor, bei denen er seinen Daumen als Streichholz benutzt. Er bewerkstelligt dies mit einer falschen Hand aus Asbest. Stan wurde in einem Interview auch nach der Szene gefragt, in der Ollis Hals zwischen den Dielenbrettern eingeklemmt wurde. Stan nimmt Ollis Kopf, dreht in herum, und der Kopf schnellt zurück. Dann zog er Olli hoch, bis sein Hals etwa 80 cm lang war. Babe stand währenddessen unten auf einer Drehscheibe. Der Kopf wurde zum Herumwirbeln gebracht, indem man das Filmstück rückwärts kopierte. Der Kopf, den Stan hochzog, war eine Attrappe aus Gummi.

Ein anderer visueller Gag wurde schon einmal 1929 bei Election Day, einer Komödie mit den „Kleinen Strolchen“ benutzt. Die sehr effektvolle Kamerafahrt mit einer riesigen Staubwolke, die scheinbar Stan, Olli und der Esel auslösen, als sie sich hastig aus der Stadt verdrücken wollen. Dies wurde gedreht, indem eine starke Windmaschine auf die Kamera zu bewegt wurde. Auf einem Dolly wurden Gebläse und Tabletts mit losem Dreck montiert, die von den Staub-Zyklen verborgen wurden, den die Windmaschine selbst bei ihrer Fahrt auf die Kamera zu hervorrief. Dann wurde die Action rückwärts abgespielt, und die beeindruckende filmische Illusion entstand.

Oliver Hardy Offline




Beiträge: 929

02.06.2018 11:13
#26 RE: Way out West/Zwei ritten nach Westen/Ritter ohne Furcht und Tadel/Im fernen Westen antworten

Way Out West – Zwei ritten nach Texas

Schwarzweiß /Komödie / 65 min.

Erstveröffentlichung: 16. April 1937

Regie: James W. Horne

Drehbuch: Felix Adler, Jack Jayne, James Parrott, Charley Rogers

Kinotitel:
Zwei ritten nach Texas
Ritter ohne Furcht und Tadel

Dick und Doof: Das unterschlagene Testament (Folge 38-39)

Lachen Sie mit Stan und Olli: Im fernen Westen (Folge 6)

Darsteller:

Stan Laurel
Oliver Hardy
James Finlayson (Mickey FInn)
Sharon Lynn (Lola Marcel)
Rosina Lawrence (Mary Roberts)
Stanley Fields (Sheriff)
Vivien Oakland (Frau des Sheriffs)
James C. Morton (Barmann)
The Avalon Boys (Countryband)


Inhalt:

In dem kleinen Wildwest-Städtchen "Brushwood Gulch" wird der dortige Saloon von Mickey Finn und seiner Frau Lola als Animierdame betrieben. In der Küche schuftet ein Mädchen namens Mary Roberts. Stan und Olli reisen mit einem millionenschweren Auftrag in die Stadt. Sie sollen Mary Roberts die Besitzurkunde einer Goldmine übergeben, die sie von ihrem verstorbenen Vater geerbt hat. Als Finn und Lola davon Wind bekommen, täuschen sie die Jungs. Finn stellt ihnen seine Gattin Lola als "Mary Roberts" vor. Ahnungslos übergeben die Jungs die Urkunde den Falschen. Aber der Schwindel fliegt auf. Allerdings wollen Finn und Lola die Urkunde nicht mehr herausrücken. Die Versuche, den beiden die Urkunde wieder abzujagen, führen zu allerhand urkomischen Situationen...


Hintergrund:
Mit Way Out West drehten Stan und Olli ihren einzigen Western. Western-Parodien sind ein schwieriges Genre. Viele haben sich daran versucht, aber nur wenigen gelang der große Wurf. Way Out West gehört auf jeden Fall zu den erstklassigen Westernparodien. Unter anderem zeichnet sich der Film durch die Gesangs- und Tanzeinlagen von Stan und Olli aus, die in diesem Umfang in keinem anderen Film vorkommen. Er enthält nicht nur die berühmte Tanzszene der beiden vor dem Saloon, sondern auch das berühmte Duett: „In the Blue Ridge Mountains of Virginia, on the Trail of the Lonesome Pine“. Lange nach Stans und Babes Tod wurde der Song in England der 70er Jahre ein Riesenhit.



Der Film sprüht nur so vor Ideen, nicht eine Sekunde ist langweilig. Für viele Kritiker ist Way Out West der beste Spielfilm von Laurel und Hardy.

Aus einem erhalten gebliebenen Drehbuch geht hervor, dass keines der erwähnten musikalischen Intermezzos im Drehbuch geplant oder auch nur angedeutet war (obwohl die „Avalon-Boys“ laut Drehbuch irgendwann irgendwo in der Geschichte auftauchen sollten).

Einige Nummern, die im Drehbuch bis ins kleinste Detail beschrieben waren, wurden komplett über Bord geworfen. Sie lesen sich komisch. Vielleicht störten sie die Kontinuität, schienen unglaubwürdig, waren vielleicht zu schwierig umzusetzen, oder einfach nicht komisch genug, wenn das Team sie vor der Kamera spielte.



Laut Drehbuch gehen die Jungs direkt nach ihrer Ankunft in der Stadt in den Saloon, wo einige Verwirrung über die Auswahl der Getränke entsteht. „Nennt Euer Gift!“ bellt der Barkeeper. Olli bittet um einen „Gin Fizz mit einem Ei“. Stan bestellt einen „Pfefferminz Julep mit einem Pfefferminz“. Mit der Whiskey-Flasche in der Hand schenkt der Barkeeper für beide das gleiche Getränk ein. Olli, der aufmerksamer ist, weist auf den Fehler hin. Der Barkeeper vertauscht ihnen daraufhin die Gläser. Diese Szene wurde gedreht, angesehen und verworfen, aus Gründen, über die bis heute nur spekuliert werden kann.

Im Drehbuch waren auch viele Szenen mit Indianern beschrieben. Sie wurden alle gestrichen. So sollten sich Stan und Olli nachts in die Stadt zurück schleichen – als Indianer verkleidet, mit indianischen Decken und einem Kopfschmuck, den sie von „Häuptling Taschenmesser“ gestohlen hatten. Auch diese Szene wurde nie gedreht.



Andererseits wird im Drehbuch mit keinem Wort die tolle Verführungsszene erwähnt: Lola verfolgt Stan und kitzelt ihn, um an die Besitzurkunde zu kommen. Für Sharon Lynne war es bestimmt eine Herausforderung, eine ernste Miene zu machen, während sie Stan becirct, und überall an ihm herumfummelt. Dank des sorgfältigen Schnitts wechselt jedes Mal die Einstellung, wenn Sharon in Gefahr gerät, sich gehen zu lassen, und zu schmunzeln.

In dem temporeichen 65minütigen Film ist kein einziger Moment verschwendet. Die Szenen wurden um soviel gutes Material gekürzt, das das verworfene Material in anderen Komödien zum Highlight geworden wäre – vor allem bei den heutigen Filmen!

Als Way Out West zum ersten Mal in der ersten Dezemberwoche 1936 in einer Tradeshow vorgeführt wurde, dauerte er noch 69 Minuten. In ihrer ersten Kritik schrieb die Filmzeitschrift „Variety“: „Für das volle Vergnügen des Durchschnittsbesuchers schleppt sich der Film ein wenig dahin. Aber es gibt Raum für einen weiteren Durchgang im Schneideraum, der die Lacher näher zusammenbringen wird.“ Produzent Hal Roach las immer sehr aufmerksam die Auswertung der Preview-Aufführungen und die „Variety-Kritiken“. Es ist unglaublich, wie oft er nach diesen Hinweisen noch einmal nachschneiden ließ. So wurde auch diese Westernparodie auf 65 Minuten gekürzt.

Way Out West wurde zwischen dem 31. August und dem 11. November 1936 gedreht. Die Innenaufnahmen wurden in den Hal-Roach-Studios gefilmt. Die Westernstadt „Brushwood-Gulch“ befand sich in Newshall, Kalifornien, etwa 30 Minuten von Los Angeles entfernt in dem Gebiet des Placerita-Canyons. The Disciple von William S. Hart war 1915 der erste Film, der hier gedreht wurde. Später standen dort Stars wie Tom Mix, Tex Ritter, John Wayne und Buck Jones vor der Kamera. 1952 kaufte der „singende Cowboy“ Gene Autry das Anwesen, und nannte es in „Melody Ranch“ um. Die Ranch brannte 1962 vollständig ab. Die Landschafts- und Straßenszenen am Anfang und am Ende des Films wurden im Westen von Los Angeles gefilmt, etwa eine Autostunde von den Hal-Roach-Studios entfernt.

Natürlich trugen Laurel & Hardy auch im Wilden Westen ihre Bowler-Hüte. Der Hut, den Stan aufessen musste, wurde aus Lakritze gemacht.



Mehrmals führt Stan einen Gag vor, bei denen er seinen Daumen als Streichholz benutzt. Er bewerkstelligt dies mit einer falschen Hand aus Asbest.

Stan wurde auch nach der Szene gefragt, in der Ollis Hals zwischen den Dielenbrettern eingeklemmt wurde. Stan nahm Ollis Kopf, drehte in herum, und der Kopf schnellte zurück. Dann zog er Olli hoch, bis sein Hals etwa 4 Fuß lang war. Babe stand währenddessen unten auf einer Drehscheibe. Der Kopf wurde zum Herumwirbeln gebracht, indem man das Filmstück rückwärts kopierte. Der Kopf, den Stan hochzog, bestand aus Gummi.

Ein anderer visueller Gag wurde schon einmal 1929 bei Election Day, einer Komödie mit den „Kleinen Strolchen“ benutzt. Die sehr effektvolle Kamerafahrt mit einer riesigen Staubwolke, die scheinbar Stan, Olli und der Esel auslösen, als sie sich hastig aus der Stadt verdrücken wollen. Dies wurde gedreht, indem eine starke Windmaschine auf die Kamera zu bewegt wurde. Auf einem Dolly wurden Gebläse und Tabletts mit losem Dreck montiert, die von den Staub-Zyklen verborgen wurden, den die Windmaschine selbst bei ihrer Fahrt auf die Kamera zu hervorrief. Dann wurde die Action rückwärts abgespielt, und die beeindruckende filmische Illusion entstand.



Zum großen Spaß bei Way Out West trägt nicht zuletzt der schottische Komiker James Finlayson (1887-1953) bei. Als geldgieriger Saloon-Besitzer hatte er eine Paraderolle, die er bis zum Äußersten ausreizte. Mit seinen unvergleichlich bösartigen Blicken lieferte er eine großartige Parodie auf einen Wildwest-Schurken mit dem gewissen Gentleman-Effekt ab.
Bezeichnenderweise sind Way Out West und Our Relations die einzigen Filme, die von Roach im Vorspann als „A Stan Laurel Produktion“ bezeichnet wurden. Stan, der vorsorglich eine eigene Produktionsfirma gegründet und sogar ein paar billige, drittklassige Western produziert hatte, wusste nur zu gut, dass die bisherigen Laurel & Hardy-Spielfilme in ihrer Struktur zu lose waren, und einige langatmige Passagen enthielten, die sich recht zäh dahin ziehen. Obwohl Stan maßgeblichen Einfluss auf die Drehbücher und die Bearbeitung aller bisherigen Laurel & Hardy-Filme hatte, übernahm er für diese beiden Filme die vollständige Leitung (strich aber nicht den Gewinn ein, weil der Geldgeber nach wie vor Hal Roach hieß). Das Ergebnis war ein weitaus strafferer Aufbau und zwei gelungene Filme.



Es ist anzunehmen, dass Stan die Absicht hatte, in Zukunft die Produktion aller Laurel & Hardy-Filme zu übernehmen, wie es Charlie Chaplin ihm schon seit Jahren vormachte. Aber die Rechnung ging nicht auf. Er konnte seine Forderungen gegenüber Roach und allen anderen Firmen nicht durchsetzen. Hardy gab sich eigentlich immer mit dem zufrieden, was man ihm bot, und war unglücklich über die Differenzen zwischen Stan Laurel und Hal Roach, die auch ihn zum Nichtstun verdammten. Auch wenn Babe lieber auf den Golfplatz oder zum Pferderennen, als ins Studio ging, so musste er doch seine Brötchen verdienen. Presseberichte über einen Streit zwischen Stan und Olli entbehrten allerdings jeder Grundlage. Finanzielle Probleme zwangen Stan Anfang 1938, bei Hal Roach einen neuen Vertrag zu unterschreiben. So entstanden 1938 bei Roach doch noch zwei Filme.

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