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DAS DEUTSCHE LAUREL & HARDY FORUM

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 Laurel & Hardy allgemein
Oliver Hardy Offline




Beiträge: 929

07.06.2018 11:07
Kleine Biographie über Stan Laurel antworten

Stan Laurel







Stan Laurel wurde am 16. Juni 1890 als Arthur Stanley Jefferson in Ulverston, Lancashire, England geboren. Seine Eltern waren Schauspieler und besaßen zudem ein kleines Theater. Dort verbrachte Stan schon als kleiner Junge viel Zeit. Er beobachtete die Schauspieler, ahmte sie nach und schrieb sich ihre Witze auf. Seine liebsten Spielzeuge waren Miniatur-Bühnen, Puppentheater und „Laterna-magica-Bilder“. Die Schule interessierte ihn weniger.



Bereits mit 16 Jahren gab er sein Bühnendebüt. 1910 reiste er als Mitglied von „Fred Karno´s Schauspieler-Truppe“ nach Amerika. Als Karno ihm eine Gehaltserhöhung verweigerte, kehrte Stan nach England zurück und trat dort als Komiker auf – allerdings nicht sehr erfolgreich. Aus diesem Grund ging er erneut mit Karno auf US-Tournee. Star der Truppe, und zugleich Stans Zimmergenosse, war Charlie Chaplin. Stan arbeitete eng mit Chaplin zusammen, und sprang des Öfteren als sein Ersatzmann ein. Als Chaplin 1913 einen Filmvertrag unterschrieb, löste sich das Ensemble auf, und Stan tourte allein durch die Staaten.



1916 gründete er mit einem Ehepaar das „“Stan Jefferson Trio“. Dort ersann er als Charly Chaplin-Kopie das Stück The Crazy Cracksman, das ein kleiner Erfolg wurde. Bereits 1917 stand Stan vor der Kamera, seine Solofilme waren allerdings nicht besonders erfolgreich. Trotz seines Talents gelang es ihm nicht, eine Figur zu kreieren, die für sich alleine lustig genug war, um Filmgröße zu erlangen.



1918 lernte er die australische Tänzerin Mae Charlotte Dahlberg kennen, mit der er fast 8 Jahre ohne Trauschein zusammenlebte, da Mae bereits verheiratet war. Stan trennte sich von seinem Trio, und trat nun mit Mae zusammen als Duo auf. Mae ersetzte Stans Nachnamen „Jefferson“ durch „Laurel“, weil ihr sein Name zu lang war. Außerdem war die Dame wohl recht abergläubisch, weil sie meinte, dass der Name "Stan Jefferson" mit 13 Buchstaben Unglück bringe.


Also standen sie fortan als „Mae und Stan Laurel“ auf der Bühne, wobei sie ihre Harmonie stets nur auf der Bühne demonstrierten, denn hinter den Kulissen flogen die Fetzen. Als Stan in Los Angeles für den Film entdeckt wurde, setzte Mae sich durch, um in seinen Filmen mitzuwirken. Da Mae keine gute Schauspielerin war, kündigte man beiden, und Stan und Mae gingen zum Theater zurück. Ab und zu übernahm Stan kleinere Nebenrollen beim Film.



So lernte Laurel auch Hal Roach (1892 – 1992) kennen, den Besitzer eines kleinen Filmstudios, mit einem sicheren Gespür für Talente. Die Roach-Studios gehörten ab 1927 zwar zum MGM-Konzern, waren aber sonst vollkommen selbständig. Hier wurden ausschließlich Filmkomödien produziert. Zweifellos erkannte Roach Stans schauspielerisches Talent, konnte zu der Zeit aber nicht viel damit anfangen. Roach hatte zu dieser Zeit andere Kassenmagneten unter Vertrag, unter anderem die Kinder für die Serie "Our Gang" (Die kleinen Strolche), und einen Komiker namens Charley Chase.



Wie viele andere merkte auch Roach, dass Stans Geliebte, Mae Dahlberg, Stans Karriere im Weg stand, da sie sich immer in den Vordergrund drängte, und bei jedem Film von Stan unbedingt mitwirken wollte. Roach hatte aber kein Interesse an Mae, sodass kein Vertrag zustande kam. So rutschten auch die Finanzen von Stan und Mae in den Keller. Außerdem gab es noch ein anderes Problem: Stan trank gern, und wenn er sich unglücklich fühlte, trank er noch viel mehr.


Allerdings erfuhr Stans Talent Wertschätzung durch den Produzenten Joe Rock, der Stan nicht nur Arbeit gab, sondern auch für den notwendigen Abstand von Mae sorgte. Stan war bereits so weit herunter gekommen, seine Kleidung bestand nur noch aus lauter Flicken, sodass er einwilligte. Mit Hilfe einer ansehnlichen Geldsumme gelang es Rock, Mae zur Rückkehr in ihre Heimat Australien zu bewegen. Wenig später heiratete Stan die Schauspielerin Lois Neilson. Stan drehte noch ein paar Solofilme, die ihm einen gewissen Bekanntheitsgrad in der Filmszene einbrachten.


1920/21 hatte Stan bei den "Sun-Light-Pictures" mit einem Nebendarsteller namens Oliver Norvell Hardy in dem Kurzfilm A Lucky Dog einen gemeinsamen Filmauftritt. Es sollte die erste Begegnung von Stan und Olli sein. Danach trennten sich ihre Wege wieder.



Stan arbeitete ab Mitte 1926 für Hal Roach, allerdings nicht als Schauspieler, sondern hauptsächlich als Regisseur, Autor und Gagschreiber. Mit seinen 36 Jahren (1926) war Stan davon überzeugt, dass seine Karriere als Schauspieler zu Ende ist. Es gilt als sicher, dass es Laurel & Hardy nie gegeben hätte, wären nicht beide zur selben Zeit bei Hal Roach unter Vertrag gewesen. Und der große Durchbruch für beide Komiker kam erst durch die beiderseitige Zusammenarbeit.



Stans Arbeit bei Hal Roach war 1926 beispielsweise die Regie für den Zweiakter Get ´Em Young, in dem Oliver Hardy einen Butler spielte. Just bei Drehbeginn rutschte Hardy – im Privatleben ein eifriger und talentierter Koch – in seiner heimischen Küche beim Übergießen eines Bratens aus, und erlitt schwere Verbrennungen. Dies klingt wie eine Episode aus einem Laurel & Hardy-Film, aber im wahren Leben haben derartige Missgeschicke doch ernstere Konsequenzen, und Hardy musste die Rolle abgeben. Roach bat Stan, selbst einzuspringen und den Part zu übernehmen. Aus irgendeinem Grund widersetzte sich Stan und ließ sich erst nach langem Zureden und einer Gagenerhöhung umstimmen.



Nachdem Hardy wieder genesen war, hatte Hal Roach eine Inspiration und entschied sich, Stan und Olli gemeinsam spielen zu lassen. In einem ihrer ersten Filme Duck Soup (1927) stellt Hardy einen Landstreicher dar, der sich in einem fremden Haus als Hausherr ausgibt, Stan spielt ebenfalls einen Landstreicher, der sich dann als äußerst ungeschickte Zofe verkleidet. Aber das waren noch lange nicht „Laurel & Hardy“, auch wenn einige typische Elemente bereits sichtbar waren. In diesem Film verkörpern beide totale Dummköpfe. Stan kreierte dabei jedoch schon eine seiner bekanntesten Gesten: das „Babygeschrei“, bei dem er die Augen zusammenkneift, sein Mund noch breiter und sein Kinn noch länger wird.



In schneller Folge entstand so ein gutes Dutzend Kurzfilme. Roach erkannte das Potential des Teams, obwohl die Charaktere noch längst nicht ausgeformt waren. So trug Hardy in mehr als einem Film einen Voll- oder überdimensionalen Schnauzbart, als Butler war er mit einem breiten Mittelscheitel ausstaffiert. Alles kam aber ins Lot, als Regisseur Leo McCarey von Roach beauftragt wurde, die künftigen Laurel & Hardy-Produktionen in die Hand zu nehmen.

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