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DAS DEUTSCHE LAUREL & HARDY FORUM

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  • 'Dick und Doof'-Folgen endlich auf DVD?Datum11.11.2018 08:06
    Foren-Beitrag von Oliver Hardy im Thema

    Hallo,
    des Rätzels Lösung ist,er hat es über Ebay direkt bei Fernsehjuwelen bestellt dort kommen die Filme wohl 2-3 Wochen eher raus (klar direkt an der Quelle)
    was mich jetzt interessieren würde hat dort jetzt auch schon einer bestellt und würde berichten.

    mfg Oliver

  • ZitateratenDatum02.11.2018 15:56
    Foren-Beitrag von Oliver Hardy im Thema

    Hallo,

    "Weiß es wirklich niemand?" Doch,aber ich wollte wissen ob du es auch weißt

    und deine Lösung heist „Wir sind von Schottischen Infanterie-Regiment“ oder "Bonnie Scotland"

    Off:Gottlob darf Stan das stabile Steak mitnehmen,für seine durchgelaufenen Schuhe eine wertvolle Hilfe.
    Und so lässt sich Stan seine Schuhe stehenden Fußes mit dem stabilen Steak besohlen.

  • 'Dick und Doof'-Folgen endlich auf DVD?Datum13.09.2018 08:55
    Foren-Beitrag von Oliver Hardy im Thema

    Hallo,
    Vorbestellen kann/muss man aber nicht unbedingt bei einem 104 fachen Milliardär
    das kann man auch zum Beispiel auch hier :JPC
    zur Zeit sogar nochn Euro billiger und natürlich auch anderswo...

    mfg Oliver

  • ZitateratenDatum10.09.2018 12:36
    Foren-Beitrag von Oliver Hardy im Thema

    Hallo,
    ich dachte DU wüsstest sowas,es ist die Einleitung von "Sklaven des Reichtums"

    mfg Oliver

  • ZitateratenDatum10.09.2018 08:55
    Foren-Beitrag von Oliver Hardy im Thema

    Hallo,
    und die leise Ahnung ist rrrrrichtich

    mfg Oliver

  • Hallo,
    hier gibt es wieder eine Rettung eines Laurel und Hardy Filmes von Peter
    diesmal sogar die seltene Kinosyncronfassung:Link

    mfg Oliver

  • ZitateratenDatum02.09.2018 13:14
    Foren-Beitrag von Oliver Hardy im Thema

    Hallo,

    Olli:Du,du hast was am Hut.
    Stan:Ähe
    Olli:Das ist vom Schreibtisch.Verzeihung Chef!
    Stan:Das war falsch!
    Mann:Schon gut.


    mfg Oliver

  • ZitateratenDatum02.09.2018 10:58
    Foren-Beitrag von Oliver Hardy im Thema

    Pick A Star/Sternschnuppen?

    mfg Oliver

  • ZitateratenDatum26.08.2018 10:23
    Foren-Beitrag von Oliver Hardy im Thema

    Hallo,
    Nach einer anstrengenden und durchzechten Nacht mit Persöhnlichkeitsverändernden Drogen unterläuft dem
    hohen Gericht ganz aus versehen ein kleiner aber fataler Fehler in seiner Zitatefindung...ergo falsch

    Blue Days das trifft wohl eher auf dich zu oder bist du eher heute nur Half a Man

    mfg (Mit frechen Grüssen)
    Oliver

  • ZitateratenDatum25.08.2018 20:01
    Foren-Beitrag von Oliver Hardy im Thema

    Hallo,
    O Durchlauchteste Exzellenz von und zu Boss Hoss
    ist doch nicht so schlimm das es abfärbt ich schaue und höre den auch sehr gerne


    -->Air Raid Wardens/Laurel und Hardy Schrecken aller Spione

    Off:Das ist der alte O´Keysy mit seiner Tochter Mary Ann
    Mann:Guten Tag,hörn sie mal O`Kesy ich will jetzt endlich Piepen sehn? Was denn sie waren Krank und haben kein Geld?
    Dann fliegen sie auf die Strasse!Ahh welch schönes Kind!Hh Hh Hh vielleicht kann ich noch mal ein Auge zudrücken Hh Hh Hh
    Off:Tja Sir Patrick O´Money gehört zu den Männern die an keiner Süssigkeit vorbeigehen ohne davon zu Naschen!

    mfg Oliver

  • ZitateratenDatum21.08.2018 10:28
    Foren-Beitrag von Oliver Hardy im Thema

    Hallo,
    Dankenswerterweise hat unser erhabener hochwohlgeborener du (um)schreibst ja wie Hüsch


    Sons of the Desert/Die Wüstensöhne


    Off:In diesem schiksalsschweren Augenblick erscheint Malermeister Stan Laurel,um wie vereinbart die Vorratskammer frisch zu streichen.
    Leider muss Butler Oliver Hardy den Ankömmling mit aller Liebenswürdigkeit darauf aufmerksam machen daß der Eingang für Dienstboten und
    Handwerker auf der Rückseite des Hauses ist.
    Olli:Das lecken sie ab!
    Frau:Igitt!so empfangen sie Gäste?

    mfg Oliver

  • Video-LinksDatum20.08.2018 10:38
    Foren-Beitrag von Oliver Hardy im Thema

    Hallo,
    wer es nicht mitbekommen hat hier noch bis 19.08.2019...
    ttt "Stan"

    mfg Oliver

  • ZitateratenDatum17.08.2018 11:23
    Foren-Beitrag von Oliver Hardy im Thema

    Helpmates....

    Off:Zum Glück verfügt die Wach und Schlies über zwei so einsatzfreudige Männer wie Stan Laurel und Oliver Hardy,
    Bodo Schmalfuß,der Chef,weiht seine beiden Detektive sofort in alle einzelheiten ein
    Olli:Lass das!..Steh auf!Ich sitze!...Auh Aua Ahh Ahh Ahh.Das hast du mit absicht gemacht!Ach ich könnte dich!
    Mann:Schluss jetzt!Kommt her!Richter Finlayson erwartet euch!


    mfg Oliver

  • Lyle TayoDatum07.06.2018 11:15
    Thema von Oliver Hardy im Forum Nebendarsteller

    Lyle Tayo


    10 Filmauftritte



    Lyle Tayo (1889 - 1971) wirkte in 9 Kurzfilmen mit Laurel & Hardy mit. In The Battle of the Century spielt sie die Frau am Fenster, die eine Torte abkriegt. 1928 ist sie In Their Purple Moment Olli´s Gattin, wird in Should Married Men Go Home mit Matsch beschmutzt, und muss in Two Tars die Fettpresse im Gesicht aushalten, als sie sich bei Thelma und Ruby beschweren kommt. In Below Zero ist sie die Frau am Fenster, die den Jungs eine Münze zuwirft, damit sie verschwinden, und in Big Business ist sie die erste Haustürkundin, der Stan empfiehlt, bald zu heiraten.







    Lyle Tayo wirkte in folgenden Laurel & Hardy-Filmen mit:


    Kurzfilme:

    1926: Forty-Five Minutes From Hollywood – Diese Dame ist ein Kerl
    (Frau im Hotel)

    1927: Call of the Cockoo - Das Haus der 1000 Freuden
    (Gast der Einweihungsfeier)

    1927: The Battle of the Century – Die Schlacht des Jahrhunderts
    (Frau am Fenster)

    1928: Their Purple Moment – Ihre Sternstunde
    (Mrs. Hardy)

    1928: Should Married Men Go Home – Dick und Doof spielen Golf
    (Golfspielerin)

    1928: Two Tars – Das Zerlegen von Kraftwagen
    (Beifahrerin)

    1929: Big Business – Vom Wahnsinn umzingelt
    (Erste Haustürkundin)

    1929: The Perfect Day – Dick und Doof machen eine Landpartie
    (Nachbarin)

    1930: Below Zero - Dick und Doof als Musikanten
    (Frau am Fenster, die den Jungs eine Münze zuwirft, damit sie verschwinden)

    1931: One Good Turn – Dick und Doof als Retter in der Not
    (Theaterschauspielerin)

  • Bobby BurnsDatum07.06.2018 11:13
    Thema von Oliver Hardy im Forum Nebendarsteller

    Bobby Burns


    10 Filmauftritte






    Bobby Burns (1878 - 1966) spielt 1932 - wie im Bild ersichtlich - in Any Old Port den Friedensrichter, der Mugsy Long trauen soll, und dabei aufgrund des Handgemenges vom Ventilator eine schöne Tonsur verabreicht bekommt. In Helpmates spielt er den Nachbarn, den es nach dem Zusammenprall mit Ollis Blumentopf beim Gartengießen überschlägt, und er fortan Ollis Schlafgemach bewässert. 1930 spielt er in Below Zero den Blinden, der vor Stan und Ollis Zweimannkapelle eine Münze findet, welche die Jungs übersehen haben. In Another Fine Mess ist er der Radfahrer, dem Stan und Olli zum Schluss in ihrem Ochsenkostüm das Rad mopsen.







    Bobby Burns wirkte in folgenden Laurel & Hardy-Filmen mit:



    Kurzfilme:

    1930: Below Zero - Dick und Doof als Musikanten
    (Blinder Bettler)

    1930: The Laurel and Hardy Murder Case - Spuk um Mitternacht
    (Verwandter am Fenster)

    1930: Another Fine Mess - Endstation Villa Bockschuß
    (Fahrradfahrer)

    1932: Helpmates – Wenn die Maus aus dem Haus ist
    (Nachbar mit Gartenschlauch)

    1932: Any Old Port – Bitteres Seemannslos
    (Friedensrichter)

    1932: The Chimp – Der Gorilla unter der Bettdecke
    (Hotelgast)

    1936: On The Wrong Treck
    (Statistenrolle)



    Spielfilme:

    1931: Pardon Us – Hinter Schloss und Riegel
    (Zahnarzt-Patient)

    1934: Babes in Toyland – Rache ist süß
    (Bewohner im Spielzeugland)

    1943: Air Raid Wardens – Schrecken aller Spione
    (Luftschutzwart im Gymnasium)

  • Billy Gilbert Datum07.06.2018 11:12
    Foren-Beitrag von Oliver Hardy im Thema

    Billy Gilbert

    10 Filmauftritte





    Billy Gilbert (1893 – 1971) war der Sohn eines Opernsänger-Paares und stand bereits als 12jähriger auf der Bühne. In Vaudeville wurde er bekannt für seine unverwechselbare Art des Niesens, die er auch auf der Leinwand zum Besten gab. Zur Perfektion führte es Gilbert als die Stimme des „Sneezy“ in Disneys Snow White an the Seven Dwarfs. Sein Engagement bei dem Produzenten Hal Roach verdankt er übrigens Stan Laurel, der Gilbert auf der Bühne gesehen hatte, begeistert war, und ihn dem Produzenten Hal Roach vorstellte.

    Gilbert wirkte in einigen Laurel & Hardy-Filmen mit: In The Music Box (1932) spielt er den genervten Professor und Hausbesitzer, der am Ende das Klavier mit einer Axt zerschlägt; in Them Thar Hills (1934) und in County Hospital ist er Ollis Arzt. In letzterem fällt er durch Stan´s Ungeschicklichkeit aus dem Fenster.

    In Pack Up your Troubles (1932) spielt er den Brautvater, dem Stan und Olli die Hochzeitsfeier vermasseln, weil man glaubt, der Bräutigam habe bereits ein uneheliches Kind. In Blockheads (1938) versetzt er dann als eifersüchtiger Ehemann die Jungs in Angst und Schrecken. In The Chimp (1932) mimt er den genervten Hotelbesitzer, in das sich Stan und Olli zusammen mit ihrer Gorilladame einquartieren. In dem 1933 entstandenen Spielfilm Sons of the Desert steuerte er nur seine Stimme dazu bei.
    Außerdem hat Gilbert mit anderen großen Komikern zusammen gearbeitet: mit den Marx-Brothers in A Night in the Opera, und mit Charlie Chaplin in The Great Dictator als „Feldmarshall Hering“. Insgesamt hat er in über 200 Filmen mitgewirkt.

    Billy Gilbert wirkte in folgenden Laurel & Hardy-Filmen mit:




    Kurzfilme:


    1931: On the Loose
    (Modeschöpfer Pierre)

    1931: One Good Turn – Dick und Doof als Retter in der Not
    (betrunkener Bieter bei der Auktion)

    1932: The Music Box – Der zermürbende Klaviertransport
    (Professor Dr. von Schwarzenhoffen)

    1932: The Chimp – Der Gorilla unter der Bettdecke
    (Hotelier Joe)

    1932: County Hospital – Hartgekochte Eier und Nüsse
    (Chefarzt)

    1932: Their First Mistake – Dick und Doof werden Papa
    (Gerichtsbote)

    1932: Towed in a Hole – Dick und Doof kaufen ein Schiff
    (Schiffsverkäufer Joe)

    1934: Them Thar Hills – Selige Campingfreuden
    (Doktor)

    Spielfilme:

    1932: Pack Up your Troubles – Dick und Doof als Rekruten
    (Mr. Hathaway)

    1938: Blockheads – Die Klotzköpfe
    (Mr. Gilbert)

  • Bobby Dunn Datum07.06.2018 11:09
    Foren-Beitrag von Oliver Hardy im Thema

    Bobby Dunn


    11 Filmauftritte




    Bobby Dunn (1890 - 1937) war ein Komiker aus der Keystone-Zeit unter Mack Sennetts. Danach fand er Arbeit als Kleindarsteller. Bei einem Stunt, der schiefging, verlor er ein Auge und musste fortan ein Glasauge tragen, was ihm ein etwas verschrobenes Aussehen bescherte. Seine wohl einprägsamste Rolle bei Laurel & Hardy ist 1935 der immer freundlich grüßende Dieb in Tit For Tat. Erwähnenswert ist noch seine 1933 gespielte Rolle als Telegrammbote in Me and my Pal, den sogleich das Puzzlefieber packt, noch bevor er seine Botschaft verlesen kann.




    Bobby Dunn wirkte in folgenden Laurel & Hardy-Filmen mit:


    Kurzfilme:

    1927: Why Girls Love Sailors – Warum Mädchen Matrosen lieben
    (verwirrter Seemann)

    1929: Bacon Grabbers – Die rächende Dampfwalze
    (Bauarbeiter, der mangels Leiter in den Mörtelkübel fliegt)

    1933: Me and my Pal – Verspielte Millionen
    (Telegrammbote)

    1934: Them Thar Hills – Selige Campingfreuden
    (Schwarzbrenner)

    1935: Tit For Tat – Die besudelte Ehre
    (Ladendieb, der zuletzt mit einem Möbelwagen vorfährt)

    1935: The Fixer Uppers – Verlorene Liebe
    (Niesender Passant im Hausflur)


    Spielfilme:

    1931: Pardon Us – Hinter Schloss und Riegel
    (Gefangener)

    1935: Bonnie Scotland – Wir sind vom schottischen Infanterieregiment
    (Flyer-Verteiler zur Rekrutierung Feiwilliger)

    1936: The Bohemian Girl – Das Mädel aus dem Böhmerwald
    (schielender Getränkeverkäufer)

    1936: Our Relations – Die Doppelgänger
    (Postbote)

    1937: Way Out West – Zwei ritten nach Texas
    (fliegt aus der Bar)

  • Kleine Biographie über Oliver HardyDatum07.06.2018 11:08

    Oliver Hardy







    Oliver Norvell Hardy wurde am 18. Januar 1892 in Harlem im US-Bundesstaat Georgia als Sohn eines Rechtsanwalts und einer Hotelbesitzerin geboren. Nachdem Ollis Vater noch im selben Jahr verstarb, übernahm Ollis Mutter die Führung eines der besten Hotels in Milledgeville, Georgia. Hier bekam Olli ersten Kontakt mit der Show- und Theaterwelt, da viele dieser Leute in dem Hotel verkehrten. Er begann, die Gäste zu imitieren, und hatte die ersten Bewunderer auf seiner Seite. Da er die Musik liebte und eine gute Singstimme hatte, trat er bereits als Kind in einer Minstrel-Show auf. In der Schule glänzte Oliver nicht gerade, was seine Mutter dazu veranlasste, ihn auf die Musikschule nach Atlanta zu schicken. Statt den Musikunterricht zu besuchen, verdiente er sich mit seiner wirklich schönen Tenorstimme lieber Geld als Sänger am Theater.



    Mit 18 Jahren jobbte Oliver Hardy in einem Lichtspielhaus, wo er „Mädchen für alles“ war. Enttäuscht von den schauspielerischen Leistungen der Darsteller, kam er 1913 zu dem Entschluss, dass er selbst mindestens ein ebenso guter Schauspieler ist, und zog deshalb in die damals florierende Filmstadt Jacksonville, Florida. Hier lernte Olli die Pianistin Madelyn Saloshin kennen, die er 21jährig am 17.11.1913 heiratete.



    Er arbeitete in dieser Zeit bei einer Filmgesellschaft als Aushilfe und bekam dort bald eine Chance, sein Können unter Beweis zu stellen. Es wurde ein dicker junger Mann gesucht und so hatte Olli seinen ersten Auftritt vor der Kamera in dem Liebesfilm Outwitting Dad, als raubeiniger und schnauzbärtiger Flegel mit einem riesigen Sombrero. Bei der Produktionsfirma „Lubin“ drehte er an die 50 Kurzfilme, bis diese von der „Vim-Comedy-Company“ übernommen wurde. Hardy wurde erneut engagiert und bildete mit dem Schauspieler Billy Ruge 1916 ein Team, welches eine Art Vorstufe der späteren Laurel & Hardy-Filme angesehen werden könnte.



    Nach Auflösung dieser Filmfirma wurde Hardy von der „King-Bee-Film-Corporation“ übernommen. Hier agierte Billy West, welcher eine identische Kopie von Charlie Chaplin war. Mit diesem stand Olli dann zusammen vor der Kamera. Nach der Übersiedlung der Filmgesellschaft nach Kalifornien, wohin auch Olli und Madelyn umzogen, gab die Firma den Betrieb auf. Hardy wurde anschließend bei dem Produzenten Gilbert Anderson unter Vertrag genommen. Danach kam er bei der Filmfirma „Vitagraph“ unter. 1919 trennten sich Madelyn und Olli infolge von diversen Meinungsverschiedenheiten.



    Nach der Festeinstellung bei „Vitagraph“ lernte Olli Ende 1919 Myrtle Lee Reeves kennen, die er dann auch drei Jahre später, 1921, heiratete. Neben dem Star der Produktionsfirma, Larry Semon, glänzte Hardy als talentierter Schauspieler und er erlernte hier auch das Golfen. Das beherrschte er bald so gut, dass er als einer der besten Golfspieler der Filmgeschichte bekannt wurde. Larry Semon verließ schließlich das Filmteam infolge hoher Gagenforderungen und so wurde auch Olli kurzzeitig arbeitslos, da beide Schauspieler stets zusammen arbeiteten.



    Anfang 1924 bekam er eine weitere Filmrolle bei dem Produzenten Hal Roach. Daneben drehte er auch für andere Firmen. 1925 entstand bei der Filmgesellschaft „Chadwick Pictures“ unter der Führung von Larry Semon der Film The Wizard of OZ, in dem Olli eine Nebenrolle besetzte.



    Während es für Olli beruflich bergauf zu gehen schien, verfiel seine Frau Myrtle hingegen zunehmend dem Alkohol und musste mehrere Male in ein Sanatorium. Um seinen familiären Problemen zu entrinnen, suchte Hardy häufig die Pferderennbahn auf und verspielte so fast sein ganzes Vermögen, das recht beträchtlich war, da er aus einer wohlhabenden Familie stammte. Anfang 1926 nahm ihn Hal Roach fest unter Vertrag und so hatte er die Chance, wieder auf die Beine zu kommen. Hier bei Roach begegnete er erneut Stan Laurel, den er ja bereits 1920 bei den Dreharbeiten zu A Lucky Dog kennen gelernt hatte.



    Oliver Hardy war immer eine stattliche Erscheinung mit seinen – in den 1940er Jahren bis zu 127 Kilo und einer Größe von 188 cm. Seine Körperfülle ließ sich nicht bestreiten und wurde durch seine Esslust genährt, aber er war keineswegs schwammig. Abgesehen von seinem Doppelkinn war er straff gebaut, und auf dem Höhepunkt seiner Karriere zwar kräftig, aber nicht wirklich dick. Er war ein begeisterter Sportler, spielte in seiner Jugendzeit Football und entwickelte sich später zu einem leidenschaftlichen Golfspieler. In seinen Filmen überrascht er immer wieder durch außerordentliche Beweglichkeit und Leichtfüßigkeit. Er war außerdem ein ausgezeichneter Tänzer.



    Oliver Hardy wurde von allen seinen Freunden nur „Babe“ genannt, und das kam so: Als er in Florida für das Filmstudio Lubin arbeitete, wurden die Schauspieler der Truppe von einem italienischen Friseur frisiert und rasiert. Der Friseur hatte einen starken ausländischen Akzent, und er stand auf Männer. Olli schien ihm besonders gut zu gefallen, denn nach jeder Rasur puderte er sein Gesicht, tätschelte ihm die Wangen und sagte: „Lovely Baby, lovely Baby“. Die Studiobande zog Olli ständig damit auf, und nach einer Weile nannten ihn alle „Baby“, was schließlich zu der Abkürzung „Babe“ führte.



    In den frühen Solo-Filmen wurde „Babe Hardy“ in der Regel als Schwergewicht eingesetzt, d.h. meist als Schurke. Obwohl man ihn bis 1926 nicht unbedingt als erfolgreichen Schauspieler bezeichnen kann, war er ein viel beschäftigter Mann, und spielte in vielen Filmen meist kleinere Nebenrollen. Oft muss man in den frühen Filmen höllisch aufpassen, damit man ihn überhaupt erkennt.


    Bis 1926 dürfte Babe bei fast allen Filmstudios der USA schon unter Vertrag gewesen sein, aber sein wahres Talent wurde erst von Produzent Hal Roach und Regisseur Leo McCarey erkannt, die ihn mit Stan Laurel zusammenbrachten. In schneller Folge entstanden ab Ende 1926 mehrere Kurzfilme, in denen die beiden zwar noch verschiedene Rollen spielten, die allerdings beim Publikum sehr gut ankamen. So entschied man sich, aus den beiden ein Comedy-Duo zu formen.



    Babe war schon immer ein sehr guter und sicherer Schauspieler. Außerhalb der Leinwand war Hardy dagegen eher ein sehr seriöser und ernsthafter Mensch. Er betrachtete sich selbst mehr als Schauspieler, und weniger als Komiker, obgleich er in den Laurel & Hardy-Filmen ganz einfach nur zum Schießen war. Sein Part war stets die dominierende Erscheinung – ja man kann wirklich sagen, dass er Stan in vielen Fällen die Show stahl. Stan mag der Kreativere der beiden gewesen sein, der Mann mit den Ideen, der sich die Gags ausdachte – aber Olli war die „größere“ Figur in jeder Hinsicht! Er war nicht nur als Schauspieler ein riesiges Kaliber, sondern auch außerordentlich anmutig, und mit seinen gezierten, feierlichen Gesten immer der Blickfang des Publikums.

  • Kleine Biographie über Stan LaurelDatum07.06.2018 11:07

    Stan Laurel







    Stan Laurel wurde am 16. Juni 1890 als Arthur Stanley Jefferson in Ulverston, Lancashire, England geboren. Seine Eltern waren Schauspieler und besaßen zudem ein kleines Theater. Dort verbrachte Stan schon als kleiner Junge viel Zeit. Er beobachtete die Schauspieler, ahmte sie nach und schrieb sich ihre Witze auf. Seine liebsten Spielzeuge waren Miniatur-Bühnen, Puppentheater und „Laterna-magica-Bilder“. Die Schule interessierte ihn weniger.



    Bereits mit 16 Jahren gab er sein Bühnendebüt. 1910 reiste er als Mitglied von „Fred Karno´s Schauspieler-Truppe“ nach Amerika. Als Karno ihm eine Gehaltserhöhung verweigerte, kehrte Stan nach England zurück und trat dort als Komiker auf – allerdings nicht sehr erfolgreich. Aus diesem Grund ging er erneut mit Karno auf US-Tournee. Star der Truppe, und zugleich Stans Zimmergenosse, war Charlie Chaplin. Stan arbeitete eng mit Chaplin zusammen, und sprang des Öfteren als sein Ersatzmann ein. Als Chaplin 1913 einen Filmvertrag unterschrieb, löste sich das Ensemble auf, und Stan tourte allein durch die Staaten.



    1916 gründete er mit einem Ehepaar das „“Stan Jefferson Trio“. Dort ersann er als Charly Chaplin-Kopie das Stück The Crazy Cracksman, das ein kleiner Erfolg wurde. Bereits 1917 stand Stan vor der Kamera, seine Solofilme waren allerdings nicht besonders erfolgreich. Trotz seines Talents gelang es ihm nicht, eine Figur zu kreieren, die für sich alleine lustig genug war, um Filmgröße zu erlangen.



    1918 lernte er die australische Tänzerin Mae Charlotte Dahlberg kennen, mit der er fast 8 Jahre ohne Trauschein zusammenlebte, da Mae bereits verheiratet war. Stan trennte sich von seinem Trio, und trat nun mit Mae zusammen als Duo auf. Mae ersetzte Stans Nachnamen „Jefferson“ durch „Laurel“, weil ihr sein Name zu lang war. Außerdem war die Dame wohl recht abergläubisch, weil sie meinte, dass der Name "Stan Jefferson" mit 13 Buchstaben Unglück bringe.


    Also standen sie fortan als „Mae und Stan Laurel“ auf der Bühne, wobei sie ihre Harmonie stets nur auf der Bühne demonstrierten, denn hinter den Kulissen flogen die Fetzen. Als Stan in Los Angeles für den Film entdeckt wurde, setzte Mae sich durch, um in seinen Filmen mitzuwirken. Da Mae keine gute Schauspielerin war, kündigte man beiden, und Stan und Mae gingen zum Theater zurück. Ab und zu übernahm Stan kleinere Nebenrollen beim Film.



    So lernte Laurel auch Hal Roach (1892 – 1992) kennen, den Besitzer eines kleinen Filmstudios, mit einem sicheren Gespür für Talente. Die Roach-Studios gehörten ab 1927 zwar zum MGM-Konzern, waren aber sonst vollkommen selbständig. Hier wurden ausschließlich Filmkomödien produziert. Zweifellos erkannte Roach Stans schauspielerisches Talent, konnte zu der Zeit aber nicht viel damit anfangen. Roach hatte zu dieser Zeit andere Kassenmagneten unter Vertrag, unter anderem die Kinder für die Serie "Our Gang" (Die kleinen Strolche), und einen Komiker namens Charley Chase.



    Wie viele andere merkte auch Roach, dass Stans Geliebte, Mae Dahlberg, Stans Karriere im Weg stand, da sie sich immer in den Vordergrund drängte, und bei jedem Film von Stan unbedingt mitwirken wollte. Roach hatte aber kein Interesse an Mae, sodass kein Vertrag zustande kam. So rutschten auch die Finanzen von Stan und Mae in den Keller. Außerdem gab es noch ein anderes Problem: Stan trank gern, und wenn er sich unglücklich fühlte, trank er noch viel mehr.


    Allerdings erfuhr Stans Talent Wertschätzung durch den Produzenten Joe Rock, der Stan nicht nur Arbeit gab, sondern auch für den notwendigen Abstand von Mae sorgte. Stan war bereits so weit herunter gekommen, seine Kleidung bestand nur noch aus lauter Flicken, sodass er einwilligte. Mit Hilfe einer ansehnlichen Geldsumme gelang es Rock, Mae zur Rückkehr in ihre Heimat Australien zu bewegen. Wenig später heiratete Stan die Schauspielerin Lois Neilson. Stan drehte noch ein paar Solofilme, die ihm einen gewissen Bekanntheitsgrad in der Filmszene einbrachten.


    1920/21 hatte Stan bei den "Sun-Light-Pictures" mit einem Nebendarsteller namens Oliver Norvell Hardy in dem Kurzfilm A Lucky Dog einen gemeinsamen Filmauftritt. Es sollte die erste Begegnung von Stan und Olli sein. Danach trennten sich ihre Wege wieder.



    Stan arbeitete ab Mitte 1926 für Hal Roach, allerdings nicht als Schauspieler, sondern hauptsächlich als Regisseur, Autor und Gagschreiber. Mit seinen 36 Jahren (1926) war Stan davon überzeugt, dass seine Karriere als Schauspieler zu Ende ist. Es gilt als sicher, dass es Laurel & Hardy nie gegeben hätte, wären nicht beide zur selben Zeit bei Hal Roach unter Vertrag gewesen. Und der große Durchbruch für beide Komiker kam erst durch die beiderseitige Zusammenarbeit.



    Stans Arbeit bei Hal Roach war 1926 beispielsweise die Regie für den Zweiakter Get ´Em Young, in dem Oliver Hardy einen Butler spielte. Just bei Drehbeginn rutschte Hardy – im Privatleben ein eifriger und talentierter Koch – in seiner heimischen Küche beim Übergießen eines Bratens aus, und erlitt schwere Verbrennungen. Dies klingt wie eine Episode aus einem Laurel & Hardy-Film, aber im wahren Leben haben derartige Missgeschicke doch ernstere Konsequenzen, und Hardy musste die Rolle abgeben. Roach bat Stan, selbst einzuspringen und den Part zu übernehmen. Aus irgendeinem Grund widersetzte sich Stan und ließ sich erst nach langem Zureden und einer Gagenerhöhung umstimmen.



    Nachdem Hardy wieder genesen war, hatte Hal Roach eine Inspiration und entschied sich, Stan und Olli gemeinsam spielen zu lassen. In einem ihrer ersten Filme Duck Soup (1927) stellt Hardy einen Landstreicher dar, der sich in einem fremden Haus als Hausherr ausgibt, Stan spielt ebenfalls einen Landstreicher, der sich dann als äußerst ungeschickte Zofe verkleidet. Aber das waren noch lange nicht „Laurel & Hardy“, auch wenn einige typische Elemente bereits sichtbar waren. In diesem Film verkörpern beide totale Dummköpfe. Stan kreierte dabei jedoch schon eine seiner bekanntesten Gesten: das „Babygeschrei“, bei dem er die Augen zusammenkneift, sein Mund noch breiter und sein Kinn noch länger wird.



    In schneller Folge entstand so ein gutes Dutzend Kurzfilme. Roach erkannte das Potential des Teams, obwohl die Charaktere noch längst nicht ausgeformt waren. So trug Hardy in mehr als einem Film einen Voll- oder überdimensionalen Schnauzbart, als Butler war er mit einem breiten Mittelscheitel ausstaffiert. Alles kam aber ins Lot, als Regisseur Leo McCarey von Roach beauftragt wurde, die künftigen Laurel & Hardy-Produktionen in die Hand zu nehmen.

  • Das Komikerduo Laurel & HardyDatum07.06.2018 11:05

    Das Komikerduo Laurel & Hardy






    Obwohl Laurel und Hardy – wie bereits erwähnt - schon 1921 in dem Film A Lucky Dog gemeinsam vor der Kamera standen, gingen sie nach Ende dieser Dreharbeiten wieder getrennte Wege. Fünf Jahre später waren dann beide bei Hal Roach unter Vertrag, bildeten aber noch kein Team. Die Filme, in denen sie gemeinsam zu sehen waren, kamen beim Publikum allerdings sehr gut an, sodass sich Produzent Hal Roach dazu entschloss, aus den beiden ein Duo zu bilden. Regisseur Leo McCarey war der andere Ziehvater des Duos.



    Laurel & Hardy mit Hal Roach


    Der erste Film, in dem Laurel & Hardy offiziell als „Comedy-Duo“ angekündigt wurden, war The Second Hundred Years, der am 8. Oktober 1927 veröffentlicht wurde. Stan, der zuvor schon als Gag-Schreiber und Regisseur bei Roach arbeitete, entwickelte in den nachfolgenden Filmen gemeinsam mit McCarey die Leinwandpersönlichkeiten „Stan & Olli“ - zwei große Kinder, die sich zwar dauernd stritten, deren Freundschaft aber durch nichts zu erschüttern war.



    Auch im richtigen Leben hielten Laurel und Hardy von 1927 bis zu Hardys Tod 1957 zusammen wie Pech und Schwefel. Der Grund für ihr enges Verhältnis lag nicht allein in der Tatsache, dass sie beruflich nur als Duo Erfolg hatten, sondern vor allem in ihrer aufrichtigen Freundschaft. Auch wenn Stan durchaus temperamentvoll sein konnte, seine „Macken“ hatte, und gerne zur Flasche griff, gab es zwischen den beiden niemals ernsthaft Streit. Hardy besaß jene Warmherzigkeit, die man Dicken oft nachsagt, aber in Wirklichkeit nur selten antrifft.



    Oliver Hardy war in erster Linie Schauspieler und nur daran interessiert, seine Arbeit möglichst gut zu machen, die Gage einzustreichen, und schleunigst auf den Golfplatz zu kommen. Für Stan Laurel bedeutete Komik jedoch Lebensinhalt. Er arbeitete auch nach Drehschluss noch weiter. Obwohl Laurel in keinem einzigen Film offiziell als Regisseur und Drehbuchautor namentlich genannt wurde, steckt seine Handschrift in allen Filmen bis 1940. Er erfand die meisten Gags, und seine Kreativität konnte sich mit der von Charlie Chaplin durchaus messen.



    Stan beteiligte sich sehr aktiv an der Entwicklung von Filmstoffen und Gags. Zudem nahm er viel Einfluss auf die Regisseure und den Schnitt der Filme. Für die Filmschaffenden herrschten bei Hal Roach ideale Bedingungen. In dem kleinen Studio gab es einen festen Mitarbeiterstamm, und die Atmosphäre war außergewöhnlich freundlich und locker. Kreativität konnte sich frei entfalten. Die Komiker hatten Zeit genug, an ihren Gags zu feilen.



    Auf Anhieb eroberten Stan und Olli die Herzen des Kinopublikums. Ihre Kurzfilme, die meist als Vorfilm in den Kinos liefen, waren so beliebt, dass die Zuschauer oft nur wegen ihnen, und nicht wegen des Hauptfilms ins Kino gingen. Auch der Übergang vom Stumm- zum Tonfilm 1929 bereitete ihnen keine Schwierigkeiten, denn beide besaßen angenehme Stimmen. Ihr erster Tonfilm Unaccustomed As We Are, der im April 1929 gedreht wurde, gehört wegen seines intelligenten Umgangs mit dem Ton noch heute zu den interessantesten frühen Tonfilmen.



    Die Reihe der langen Spielfilme mit Laurel & Hardy begann 1931 mit Pardon Us. Bis 1935 drehten sie aber auch weiterhin Kurzfilme. Ab 1934 gab es ernsthafte Probleme zwischen Stan Laurel und Hal Roach, die 1937/38 fast zum Bruch geführt hätten. Stan hatte nicht nur durch die stürmische Beziehung zu seiner dritten Frau Illiana Shuvalova negative Schlagzeilen gemacht, was Roach missfiel, sodass er Stans Vertrag nicht verlängern wollte. Im Gegenzug verklagte Stan das Studio wegen ausstehender Zahlungen.


    Letztlich konnten sie sich auf einen Vergleich einigen, sodass im April 1939 die Dreharbeiten zu A Chump at Oxford beginnen konnten. Zuvor drehte man The Flying Deuces. Für diesen Film hatte Produzent Boris Morros das Duo bei Roach ausgeliehen. Saps At Sea war 1940 der letzte Laurel & Hardy-Film bei Hal Roach, und zugleich auch der letzte wirklich gute Film des Duos.



    Nach Ablauf der Verträge mit Roach am 5. April 1940 hofften beide, einen neuen Produzenten zu finden, der sich ihren Bedingungen fügen würde. Aber die Zeit der großen Komiker war vorbei. Kein Filmstudio riss sich mehr um Laurel und Hardy, obwohl die beiden beim Publikum noch immer sehr beliebt waren.


    Schließlich wurden sie von „Fox“ (20th Century Fox) unter Vertrag genommen, aber die Arbeitsbedingungen in diesem Studio ließen den beiden keinerlei Freiräume. Alles lief so streng nach Plan, dass den acht Fox-Filmen, die zwischen 1941 und 1945 entstanden, jegliche persönliche Note fehlt. Die Filmchen sind zwar ganz nett anzusehen, aber als reine Unterhaltungsfilme können sie gegen die „alten“ Darbietungen nicht anstinken, wie es so schön heißt. Viele Gags wirken aufgezwungen, und reizen daher nicht wirklich zum Lachen. Auch das fortgeschrittene Alter der beiden Akteure war im Film nun nicht mehr zu verbergen.






    1950 erhielten sie ein letztes Filmangebot: Atoll K entstand. Ein Film ohne vernünftiges Drehbuch und einem miserablen Regisseur, unter katastrophalen Produktions-Bedingungen. Zur Erleichterung von Stan und Olli ging der Film zunächst fast völlig in der Versenkung unter.



    Laurel und Hardy hatten in beruflicher Hinsicht lediglich einen Ehrgeiz: sie wollten die Menschen zum Lachen bringen. Sie gaben sich keinen falschen Illusionen über sich selbst hin. Ihre Kunst war die von Clowns, ihr Humor entsprach dem der einfachen Leute. Subtile oder nachdenkliche Szenen waren nicht besonders gefragt, was nicht heißt, dass man völlig darauf verzichtete. Aber sie erreichten bei weitem nicht den künstlerischen Anspruch eines Buster Keaton oder Charlie Chaplin, die sie als hervorragende Schauspieler verehrten.



    Sicherlich waren die Filmgestalten Stan & Olli keineswegs Intellektuelle. Im Gegenteil, sie waren – und darauf basiert ihre Komik - von einer unglaublichen Dummheit. Nach Ollis Aussagen lag der Grund ihrer großen Beliebtheit bei Kindern darin, dass sich bereits ein Achtjähriger im Vergleich zu ihnen überlegen fühlen kann. Nach außen hin spielte Stan den totalen Trottel und stellte stets den größten Blödsinn an. Um aber Olli nochmals zu zitieren, so spielte Olli den eigentlichen Dummkopf, denn er hielt sich nur für schlau!



    Ein typisches Merkmal ihrer Komik ist die Unschuld ihrer Darstellung. Wahrscheinlich liegt darin das Geheimnis ihrer Beliebtheit bei Kindern, denn sie verhalten sich selbst wie kleine Kinder. Ihre Filmfrauen verkörpern in der Regel Autoritätspersonen, meist gewürzt mit einem gehörigen Schuss Boshaftigkeit, denen man lieber aus dem Wege geht. Man sieht eine Reihe bekannter Böswilligkeiten, nie aber plumpe sexuelle Anspielungen und Schlüpfrigkeiten. Auch aufgrund der merkwürdigen Tatsache, dass Stan und Olli im Film stets in einem Bett schlafen, gab es zumindest bei diesen Szenen nicht ein einziges Mal unterschwellig homosexuelle Anspielungen.



    Viele Laurel & Hardy-Filme zählen zweifellos zu den Sternstunden der Kinogeschichte. Anderseits blieben bei der Fülle ihrer Produktivität auch einige Blindgänger nicht aus. Manche Menschen - übrigens mehr Frauen als Männer - finden Laurel & Hardy überhaupt nicht witzig. Diese Leute können aber in der Regel mit jeglicher Art von Slapstick nichts anfangen. Jene Kritiker behaupten, Laurel und Hardy seien roh, und ihre Tricks und Gesten wiederholen sich in jedem Film.



    Das stimmt zwar bedingt, trifft aber nicht den Kern. Diese Kritik gilt für alle großen Clowns. Jemandem eine Sahnetorte ins Gesicht zu werfen, ist sicher brutal, aber es ist zugleich lustig, wenn das Opfer sich zunächst in die Situation fügt, und erst dann auf Rache sinnt. Stan und Olli ging es nicht um Kunst, und in erster Linie auch nicht um Inhalte. Wenn Olli an seiner Krawatte herumnestelt, ist das an sich nicht besonders spaßig. Die Komik entsteht erst dadurch, indem man irgendwie auf diese Geste wartet. Sieht man zum ersten Mal, wie Olli vom Dach in einen Goldfischteich fällt (Hog Wild, 1930), ist das nur bedingt zum Lachen. Passiert es aber dreimal hintereinander, und wird es so gut gemacht, dass man beim dritten Mal nur das leere Dach sieht, das Platschen hört, und eine Wasserfontäne hoch spritzt, kann diese Aneinanderreihung des Gags leicht das Zwerchfell erschüttern.



    In den frühen Kurzfilmen schlüpfen Laurel und Hardy in eine Vielzahl verschiedener Rollen, etablieren dabei aber ihre Charaktere als Stan und Olli. Wie in allen guten Komödien sind Charakterzeichnungen von grundlegender Bedeutung. Sie büßen auch nichts von ihrer Komik ein, wenn der Zuschauer schon ahnt, was als nächstes passiert. Ganz im Gegenteil - zum einen schmunzelt der Zuschauer schon in Erwartung des bevorstehenden Desasters, und lacht dann herzhaft, wenn es tatsächlich eintritt.

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